Bericht vom Kirchentag 2010

Skeptisch war ich ja schon, als ich als Freiwilliger für den Save-Me Stand am Ökumenischen Kirchentag eingeteilt wurde. Als Neuling war diese Veranstaltung für mich unweigerlich mit Langeweile, Chorälen und Rosenkranz behaftet. Doch sobald ich mir das blaue Save-Me T-shirt übergestreift hatte, wurde ich schnell eines Besseren belehrt. Das Kirchentagspublikum war relativ jung, aufgeweckt und vor allem sehr interessiert an unserer Thematik. Am Stand wurden angeregte Diskusssionen über die globale Verantwortung Deutschlands sowie die Notwendigkeit eines Resetttlement-Programms geführt. Außerdem konnten wir neben etwa 400 Unterschriften für unseren Appell an die Innenminister auch 50 neue Paten hinzugewinnen. Ein Großer Erfolg für Save-Me und eine gute Gelegenheit für mich, meine Vorurteile abzubauen...

Elias

Aktion in Berlin zum Tag des Flüchtlings

Aktion in Berlin zum Tag des Flüchtlings

Vor knapp zwei Jahren startete die Kampagne „save me - Flüchtlinge aufnehmen!", inzwischen nehmen 40 Städte in ganz Deutschland daran teil und 14 davon haben bereits einen positiven kommunalen Beschluss bezüglich der Neuaufnahme von Flüchtlingen erreicht. 4.781 Menschen unterstützen dieses Anliegen aktiv mit ihrer Person und ihrem Namen und zeigen, dass die Kampagne ins Schwarze getroffen hat und die Menschen bewegt. Das macht Hoffnung und zeigt deutlich: In den Städten und Gemeinden ist man weit mutiger und offener als unsere Berliner Politik sich das vorzustellen wagt. Es ist also höchste Zeit ein deutliches Signal für einen großzügigen und humanen Umgang mit Flüchtlingen nach Berlin in die Bundespolitik zu tragen!

Deshalb haben wir am Donnerstag, den 1. Oktober 2009 vor dem Berliner Hauptbahnhof eine eindrucksvolle Installation errichtet, die deutlich gemacht hat, dass wir viele sind und zu einem anderen Umgang mit Flüchtlingen bereit sind. Das Meer aus Rettungsringen symbolisierte die enorme Hilfsbereitschaft und das Interesse, das unsere Kampagne bereits ausgelöst hat. Große gelbe Ortsschildern zeigten an, welche Städte sich uns bereits angeschlossen haben und zur Flüchtlingsaufnahme bereit sind. Unter den Rettungsringen befanden sich auch Schlauchboote, die auf die unzähligen Flüchtlingsdramen hinweisen sollten, die sich tagtäglich vor Europas Grenzen abspielen.

Zahlreiche Helfer sind nach Berlin gefahren, um die Installation mit aufzubauen und ein Zeichen für die Aufnahme weiterer Flüchtlinge zu setzen. Für die vielen Spenden der letzten Wochen, die diese Aktion erst möglich gemacht haben, danken wir allen Unterstützern.