Aktion auf dem Paradeplatz zum 50. Unterstützer
Aktion auf dem Paradeplatz zum 50. Unterstützer

Forchheim sagt ja!

save me Kampagne

Vor knapp zwei Jahren startete die Kampagne „save me - Flüchtlinge aufnehmen!" in München. Inzwischen haben sich der Kampagne deutschlandweit 56 Städte angeschlossen, darunter auch einige fränkische: Nürnberg, Fürth, Erlangen, Lauf und Schwabach sind dabei. Nun folgt auch Forchheim. Nürnberg ist eine von 31 Städten, die einen positiven Stadtratsbeschluss bezüglich der Neuaufnahme von Flüchtlingen durchgesetzt haben. Über 7000 Menschen unterstützen dieses Anliegen bundesweit aktiv mit ihrer Person und ihrem Namen und zeigen, dass die Kampagne ins Schwarze getroffen hat und die Menschen bewegt. Je mehr Städte sich unserem Anliegen anschließen, desto größer ist die Chance, dass Deutschland in das Resettlementprogramm der Vereinten Nationen einsteigt. 

Verantwortung übernehmen

Kriege, politische Krisen oder andere existenzielle Nöte zwingen jedes Jahr viele tausend Menschen zur Flucht. Einen sicheren Staat, der eine neue Lebensperspektive bietet, können die wenigsten Flüchtlinge erreichen. Ohne eine Perspektive auf ein menschenwürdiges Leben sitzen sie jahrelang in eigentlich provisorischen Lagern fest. Wir fordern, Flüchtlinge aus den schwierigen Verhältnissen in den Erstaufnahmestaaten (den Nachbarländern von Krisenregionen) heraus nach Deutschland zu holen. Dabei werden besonders schutzbedürftige Flüchtlinge von den Vereinten Nationen ausgewählt und für das Resettlement-Programm vorgeschlagen.

USA, Kanada, Australien, Schweden, Großbritannien und sogar Chile nehmen bereits an diesem Resettlement-Programm der Vereinten Nationen teil. Auch Deutschland sollte sich am internationalen Flüchtlingsschutz verantwortungsvoll und konsequent beteiligen und regelmäßig Flüchtlinge aufnehmen. Um dies zu erreichen, müssen sich allem voran die Kommunen für die Aufnahme von Flüchtlingen stark machen. Eine dieser Kommunen soll Forchheim sein.

save me Forchheim

Je mehr Kommunen sich der Kampagne anschließen, desto größer ist die Chance, dass verfolgte Menschen bei uns Zuflucht finden, denn jeder Stadtratsbeschluss ist ein Signal für die Innenministerkonferenz. Die rechtlichen Voraussetzungen für die Aufnahme von Flüchtlingen sind vorhanden und auch Platz ist genug da. Denn die 'Festung Europa' schottet sich immer mehr ab und die wenigen Flüchtlinge, die es nach Europa schaffen, bleiben in den Randländern der EU hängen. Auch die Flüchtlingszahl in Forchheim ist um 25% zurückgegangen: Nur noch 45 von ihnen leben in der örtlichen Gemeinschafts-Unterkunft; die restlichen Plätze sind leer.

Sollte die Bundesregierung der Aufnahme von 5000 Flüchtlingen jährlich zustimmen, wären 7 von ihnen für den Landkreis Forchheim bestimmt - das entspricht zwei Familien. Diese zwei Familien bei uns zu integrieren bedeutet wahrlich keinen Kraftakt.

Wir wollten ein deutliches Ja! von Gesellschaft und Politik. Ein Ja! zu einem menschenwürdigen Umgang mit Flüchtlingen. Ein Ja! zu echtem Flüchtlingsschutz. Ein Ja! zu einer offenen, lebenswerten und mutigen Stadt und ein Ja! zu unserer globalen Verantwortung.

Setzen auch Sie ein Zeichen und unterstützen Sie save me Forchheim mit ihrem Namen!